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Lobby-Schlacht um Brüssel: Ende mit Tracken oder Tracken ohne Ende?

Short thesis

In Brüssel ringen gerade die unterschiedlichen Interessengruppen um Einfluss auf die neue ePrivacy-Verordnung der EU. Es geht um Grundrechte und Selbstbestimmung der Menschen in Europa - und um das Milliardengeschäft mit unseren Daten. Wer die digitale Gesellschaft liebt, sollte sich informieren und einmischen - deshalb: 30 Minuten Crashkurs zur wichtigsten Datenschutzregulierung des Jahres.

Description

Google analysiert unsere Mails, Facebook wertet unsere WhatsApp-Kontakte aus, Tracker verfolgen unsere Bewegungen durch das Netz und auch durchs Einkaufszentrum. Die Verwertung unserer persönlichen Informationen, die bei der digitalen Kommunikation jeden Tag über uns gesammelt werden, ist das dominante Geschäftsmodell der digitalen Welt. Eine Wahl haben wir oft nicht: "Take it or leave it; data or die" lautet das Grundprinzip der kommerziellen Überwachung.

Kann man da denn gar nichts machen? Doch. In der EU wird gerade über eine Verordnung verhandelt, die genau für diesen Bereich der elektronischen Kommunikation verbindliche und zeitgemäße Regeln schaffen soll. Diese "ePrivacy-Verordnung" könnte in absehbarer Zeit die letzte Möglichkeit sein, der Daueraufzeichnung und -auswertung unseres Lebens klare Grenzen zu setzen.

Reicht es künftig endlich aus, einmalig im Browser einzustellen, dass man nicht getrackt werden möchte? Dürfen bald auch Mobilfunkanbieter unser Kommunikationsverhalten unbegrenzt auswerten? Wird die Vorratsdatenspeicherung auf Messenger ausgeweitet? Wer sich in Brüssel am Ende durchsetzt, wird auch in der Öffentlichkeit entschieden. Deshalb: 30 Minuten Crashkurs zur wichtigsten Datenschutzregulierung des Jahres: Warum die ePrivacy-Verordnung wichtig für uns alle ist, über welche konkreten Regeln gestritten wird und wie wir Einfluss nehmen können. Wer die digitale Gesellschaft liebt, sollte sich informieren und einmischen!